Wissenschaftliche Begleitung der Öko-Modellregionen in Bayern

Dr. Corina Jantke, David Wüpper

Im Rahmen des Landesprogramms BioRegio Bayern 2020 wurden bayerische Gemeinden zur Teilnahme am Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ aufgefordert. Teilnehmende Gemeindeverbünde reichten ein Bewerbungskonzept ein, indem die Situation der (ökologischen) Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft dargestellt und regionale Konzepte mit Maßnahmen zur Stärkung und Entwicklung des Ökologischen Landbaus und des Einsatzes heimischer Öko-Lebensmittel erarbeitet wurden. Diese Konzepte beinhalten Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – landwirtschaftliche Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung, Gastronomie bis hin zur Bewusstseinsbildung bei den Menschen in der Region. Damit soll nicht zuletzt eine nachhaltige Regionalentwicklung initiiert werden. Die von einer Jury ausgewählten Öko-Modellregionen werden bei der Umsetzung durch die Landesanstalt für Landwirtschaft sowie das Amt für Ländliche Entwicklung in Bayern unterstützt.

Beginnend mit der Nominierung der Öko-Modellregionen folgt das Forschungsprojekt den Regionen über mindestens zwei Jahre. Der Lehrstuhl für Produktions- und Ressourcenökonomie der TU München untersucht gemeinsam mit dem Projektbüro mareg die verschiedenen Auswirkungen des Projekts. Zu diesem Zweck werden umfangreiche Umfragen durchgeführt und mit robusten qualitativen und quantitativen Methoden ausgewertet. Für die Identifizierung kausaler Effekte werden die Daten so erhoben, dass sowohl eine Analyse hinsichtlich „Differenz von Differenzen“ als auch eine „Regressions-Diskontinuitäts-Analyse“ möglich sind. Befragt werden Landwirte, Verarbeiter, kommunale Vertreter und Verbraucher. Für die Quantifizierung von Präferenzen werden Choice Experimente eingesetzt.

Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).